Quiddjenpost

Hallo Leute! Wir sind wieder online! Das alte Blog aus den Jahren 2014 und 2015 haben wir als Basis genommen. Leider ist die hh2oz-Seite gehackt worden, wir hatten sie dann offline genommen. Nun haben wir das WordPress neu aufgesetzt und die alten Backups eingespielt. Und alles ist wieder da!

Warum Quiddjenpost? Nun, hh2oz passt ja nun nicht mehr, da es nach Südamerika gehen soll (siehe dazu auch den Blog-Eintrag von 2014). Wie schon 2014 geschrieben sind wir zwei Quiddjen, die nach Hause schreiben. Also Quiddjenpost.

Am 17.12.2019 geht es los. Mit British Airways von Hamburg nach London. Von dort aus direkt weiter nach Santiago de Chile.

Zurück in Deutschland

Wir sind wieder sicher in Hamburg gelandet. Und es wäre ja nicht Hamburg, würde es nicht regnen. Alle sind müde, aber alle haben es gesund überstanden. Vier von uns schaffen es noch bis zu einem kleinen Abendessen, die anderen kippen schon vorher ins Bett.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere treuen Leser, wir hoffen es hat ein wenig Spaß gemacht unsere Berichte zu lesen. Bis Bald!

Sydney

Unsere letzten drei Nächte verbringen wir in Sydney. Wir wohnen in der Jugendherberge im Stadtteil The Rocks, dem ältesten Teil der Stadt. In der Tat ist dies der Platz der ersten europäischen Siedlung auf australischem Boden. Und dies wird besonders in der Jugendherberge deutlich, denn sie steht auf Stahlpfeilern über der Ausgrabungsstätte The Big Dig. Hier werden die Fundamente und Grundmauern der alten Siedlung wieder freigelegt, die bereits unter der modernen Stadt verschwunden waren. An einer Stelle kann man auf dem alten Straßenpflaster von damals wandern.

Blick von der Dachterrasse zur Hafenbrücke

Blick von der Dachterrasse zur Hafenbrücke

Nun ist eine Ausgrabungsstätte in Australien schon etwas ungewöhnlich. Die junge Geschichte der Weißen hat (noch) nicht soviel hervorgebracht, das man ausgraben könnte. Und die sehr lange Geschichte der Aborigines in Australien hat keine Steingebäude hervorgebracht, da diese nur Naturmaterialien für ihre Unterkünfte verwendet haben. Genauso ungewöhnlich wie dieser Umstand ist die Architektur des Gebäudes. Es hat praktisch keinen Boden, da ja darunter die Fundamente der alten Stadt freigelegt worden sind. Alles steht irgendwie auf Pfeilern, zwei große Innenhöfe sorgen dafür, dass man die Fundamente auch sehen kann. Toll ist natürlich auch die große Dachterrasse. In bester Lage mit Blick über die Brücke, die Oper und den Hafen.

Auf der Dachterrasse

Auf der Dachterrasse

Mit der Familie rollen wir nochmal das Touristenprogramm für die Stadt ab. Wir überqueren die Hafenbrücke, umlaufen die Oper, durchwandern den Botanischen Garten. Mit der Fähre geht es nach Watsons Bay, um Fish & Chips zu essen. Auch Cockatoo Island besuchen wir nochmal.

Familienbild mit Brücke

Familienbild mit Brücke

Nach drei schönen Tagen sitzen wir nun am Flughafen und warten darauf, dass es wieder zurück geht.

Veröffentlicht unter Sydney

Der Weg (zurück) nach Sydney

Für Elke und mich schließt sich der Kreis, für die anderen ist es das Ziel: Sydney. Von Hervey Bay aus geht es nach Süden. Zwei Nächte bleiben wir an der Sunshine Coast in Coolum Beach. Dann machen wir einen Abstecher in den Lamington Nationalpark, Elke und ich sind hier bereits gewesen.

Lamington Nationalpark: Dorian hat einen Vogel

Lamington Nationalpark: Dorian hat einen Vogel

Wir wandern durch den Bergregenwald. Auf dem Campingplatz besuchen uns Filander, Possums und die allgegenwärtigen Brush Turkeys. Dann geht es weiter nach New South Wales. Wir übernachten in Wooli und dann im Myall Lakes Nationalpark.

Camping an den Myall Lakes

Camping an den Myall Lakes

Nachts ist es kalt und viel los ist auch nicht. Abends machen wir ein Lagerfeuer, morgens geht es nochmal an den Strand. Es weht ein kalter, frischer Wind.

Inge am Strand im Myall Lakes Nationalpark

Inge am Strand im Myall Lakes Nationalpark

Wir beschließen nun bis Sydney zu fahren. Dort verbringen wir zwei Nächte auf dem Campingplatz. Wir können schon mal das Gepäck packen und die Autos sauber machen. Die letzten drei Nächte werden wir dann in der Jugendherberge in The Rocks in Sydney verbringen. Ganz nah an Oper und Brücke.

Wir besuchen die Wale

Von Hervey Bay kommt man nicht nur gut nach Fraser Island, man kann auch wunderbar Wale schauen, denn die südlichen Buckelwale ziehen momentan die Küste herauf und machen oft in der Bucht zwischen Fraser Island und dem Festland Station.

Sonne, Wasser und dicke Jacken

Sonne, Wasser und dicke Jacken

Dick eingepackt geht es aufs Wasser, denn dort ist es kalt.

Wale zu fotografieren ist nicht so einfach. Wir bekommen im Laufe der mehrstündigen Tour mehrfach Wale zu sehen. Erst zwei, dann jeweils zweimal drei. Sie kommen teilweise erstaunlich nahe an das Boot heran.

Wieder mal zu spät: der Wal ist weg

Wieder mal zu spät: der Wal ist weg

Nur mit den Fotos ist das schwierig: meist ist der Wal schon weg, wenn man abdrückt. Oder man sieht halt nur mal eine Flosse, oder so. Also, ich habe auf der Tour gut 500 Fotos geschossen, und – tatsächlich – eines ist wirklich gut. Hier kommt es:

Das beste Bild aus 500

Das beste Bild aus 500

Die Waltour hat allen viel Spaß gemacht, wir übernachten noch einmal in Hervey Bay, bis es wieder weiter geht.

Fraser Island

Aus dem Outback geht’s wieder zur Küste. In Yeppoon treffen wir wieder auf’s Meer. Auf dem Weg dorthin besuchen wir die Capricorn Caves, ein trockenes Höhlensystem im Sandstein.

In den Capricorn Caves

In den Capricorn Caves

Von Yeppoon geht es nach Süden bis Hervey Bay. Das ist für uns der ideale Ausgangspunkt um nach Fraser Island zu gelangen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Erde. Sie hat keine Straßen, ist aber mehr als zweimal so groß wie Hamburg. Fortbewegen kann man sich auf der Insel nur zu Fuß oder mit geländegängigen Fahrzeugen. Wir buchen uns folglich für eine geführte Tour mit dem Allradbus ein.

Der Oststrand der Insel dient als „Autobahn“. Man darf allerdings nur 80 km/h fahren. Besser nicht festfahren, sonst holt die nächste Flut das Auto. Abschreckende Bilder werden bei Bedarf gezeigt. Außerdem sollte man aufpassen, denn der Strand dient auch als Landebahn für Flugzeuge. Ganz schön was los hier.

Der Strand als Landebahn

Der Strand als Landebahn

Die Insel ist dicht bewaldet. Und ziemlich hoch, deutlich über 200 Meter. Im Inland gibt es viele Seen, deren Wasser extrem klar ist, da es durch den Sand gefiltert wird.

Lake McKenzie auf ca. 100 Meter Höhe mit kristallklarem Wasser

Lake McKenzie auf ca. 100 Meter Höhe mit kristallklarem Wasser

Auch die kleinen Flüsse der Insel sind so klar, dass die von weitem etwas milchig wirken.

Wandern im Eli Creek

Wandern im Eli Creek

Die Insel ist als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Die Natur ist üppig, es gibt eine relativ große Dingo-Population. Wir sehen zwar keinen Dingo, dafür aber einen Kingfisher, einen Eisvogel.

Kingfisher an der Central Station

Kingfisher an der Central Station

Nachdem wir den ganzen Tag über die Insel geschaukelt sind, geht es abends müde zurück nach Hervey Bay.

Charters Towers und ein bisschen Outback

Nachdem wir uns bisher nur an der Küste bewegt haben, will Elke’s Familie auch ein wenig vom Outback kennen lernen. Also fahren wir von Townsville nach Charters Towers. Nun ist das nicht gerade das Zentrum des Outback, denn es liegt nur gut 100 Kilometer landeinwärts. Andererseits hat diese schöne, alte Goldstadt schon eine andere Ausstrahlung als die Küstenstädte.

Goldsuche im Miners Cottage

Goldsuche im Miners Cottage

In Charters Towers besuchen wir das Miners Cottage. In der kleinen Ausstellung findet sich ein wahres Sammelsurium an alten Werkzeugen und sonstigen Gegenständen. Im kleinen Garten darf man auch mal die Goldwaschpfanne schwenken. Der Eigentümer des Cottage ist zugegen und versammelt uns sofort vor der deutschen Flagge, die vor dem Cottage weht.

Familienbild mit Flagge

Familienbild mit Flagge

Am nächsten Tag geht es zur Venus Gold Battery. Hier lassen wir uns erklären, wie aus dem Golderz das Gold extrahiert worden ist. Mit Dampfmaschine, Zerstampfern und viel Quecksilber. Die Arbeiter sind nach wenigen Jahren an den giftigen Dämpfen gestorben. Das war aber kein Problem, draußen standen genug um den Job zu übernehmen. Später ist man dann auf Zyanid umgestiegen, so ähnlich wird es heute noch gemacht. Auch nicht ungefährlich.

Gebäude in Charters Towers

Gebäude in Charters Towers

Von Charters Towers fahren wir nach Süden in Richtung Emerald. Jetzt kommen wir tatsächlich ein wenig durchs Outback. Von Emerald soll es dann wieder Richtung Küste gehen.

Magnetic Island

Von Mission Beach geht es weiter nach Süden bis nach Townsville. Hier richten wir uns auf dem Campingplatz ein, um dann am nächsten Tag einen Ausflug nach Magnetic Island zu starten.

Arthur Bay

Arthur Bay

Die Personenfähre braucht nur eine halbe Stunde und schon findet man sich auf einer schönen Insel mit vielen Buchten und Eukalyptuswald wieder.

Felsen am Strand

Felsen am Strand

Auch auf Magnetic Island kann man schnorcheln gehen, man sieht einige Korallen. Allerdings gibt es hier ebenfalls eine große Koalapopulation. So wandern wir also über die Insel auf der Suche nach Koalas. Als wir schon fast aufgegeben haben, finden wir doch noch einen.

Koala auf Magnetic Island

Koala auf Magnetic Island

Er hängt lässig auf einem kleinen Baum neben der Straße ab. Alle dürfen ein Foto mit ihm machen.

Anke und Erik und Koala

Anke und Erik und Koala

Etty Bay und Mission Beach

Von Daintree aus geht es nach Süden. Wir passieren Cairns und landen zunächst in Etty Bay. Diese kleine, schnuckelige Bucht liegt am Ende einer Sackgasse. Das Gebiet ist für seine Population von Helmkasuaren bekannt. Und in der Tat, bereits auf dem Weg dahin läuft uns der erste Vogel über den Weg.

Die schöne Bucht von Etty Bay

Die schöne Bucht von Etty Bay

Die große Überraschung kommt allerdings am nächsten Morgen. Füttern soll man die Vögel natürlich nicht. Aber dass sie uns einfach so beim Frühstück überfallen, damit haben wir nicht gerechnet. Heimtückischerweise kommt der behelmte Vogel auch noch von Hinten.

Helmkasuar stürmt das Frühstück

Helmkasuar stürmt das Frühstück

Der Rückzug erfolgt weitgehend ungeordnet. Trotzdem können wir außer uns auch noch das meiste vom Tisch retten. Lediglich ein paar Toastbrote bekommen wir nicht mehr zu greifen. Dann kommt allerdings bereits der erfahrene Camper vom Nachbarwagen und weiß den aufdringlichen Vogel zu verscheuchen.

Ein paar von uns schauen sich dann das Zuckermuseum an. Hier kann man sich anschauen, wie aus Zuckerrohr Zucker gemacht wird. Es wird eine Menge zur Ernte früher und zur Entwicklung der automatischen Erntemaschinen erzählt.

Das ist Zuckerrohr

Das ist Zuckerrohr

Danach fahren wir weiter nach Mission Beach. Auch hier soll es Helmkasuare geben. Wir sehen allerdings keine mehr. Statt dessen genießen wir den schönen Strand und wandern durch den Urwald.

Wanderung durch den Urwald bei MIssion Beach

Wanderung durch den Urwald bei Mission Beach

Daintree, die Zweite

Und wir fahren wieder nach Daintree. Diesmal aber mit der ganzen Familie und mit den zwei Autos, die wir kurz nacheinander abgeholt haben.

Camping im Daintree Nationalpark

Camping im Daintree Nationalpark

Den Campingplatz im Nationalpark hatten wir schon zuvor über das Internet gebucht. Leider regnet es an beiden Tagen, an denen wir hier sind, der Regenwald macht seinem Namen alle Ehre. Wir lassen uns nicht aufhalten und wandern trotzdem durch den Wald.

Baden bei Regenwetter am Regenwald

Baden bei Regenwetter am Regenwald

Auch vom Baden lassen sich die deutschen Urlauber nicht abhalten!

Ein Helmkasuar überquert die Straße

Ein Helmkasuar überquert die Straße

Anders als beim letzten Mal haben wir schließlich doch noch Glück. Auf dem Weg zur Daintree-Fähre läuft uns ein Helmkasuar über den Weg. Und er hat sogar ein Junges dabei!

Helmkasuar mit Jungem

Helmkasuar mit Jungem