Zurück in Deutschland

Wir sind wieder sicher in Hamburg gelandet. Und es wäre ja nicht Hamburg, würde es nicht regnen. Alle sind müde, aber alle haben es gesund überstanden. Vier von uns schaffen es noch bis zu einem kleinen Abendessen, die anderen kippen schon vorher ins Bett.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere treuen Leser, wir hoffen es hat ein wenig Spaß gemacht unsere Berichte zu lesen. Bis Bald!

Der Weg (zurück) nach Sydney

Für Elke und mich schließt sich der Kreis, für die anderen ist es das Ziel: Sydney. Von Hervey Bay aus geht es nach Süden. Zwei Nächte bleiben wir an der Sunshine Coast in Coolum Beach. Dann machen wir einen Abstecher in den Lamington Nationalpark, Elke und ich sind hier bereits gewesen.

Lamington Nationalpark: Dorian hat einen Vogel

Lamington Nationalpark: Dorian hat einen Vogel

Wir wandern durch den Bergregenwald. Auf dem Campingplatz besuchen uns Filander, Possums und die allgegenwärtigen Brush Turkeys. Dann geht es weiter nach New South Wales. Wir übernachten in Wooli und dann im Myall Lakes Nationalpark.

Camping an den Myall Lakes

Camping an den Myall Lakes

Nachts ist es kalt und viel los ist auch nicht. Abends machen wir ein Lagerfeuer, morgens geht es nochmal an den Strand. Es weht ein kalter, frischer Wind.

Inge am Strand im Myall Lakes Nationalpark

Inge am Strand im Myall Lakes Nationalpark

Wir beschließen nun bis Sydney zu fahren. Dort verbringen wir zwei Nächte auf dem Campingplatz. Wir können schon mal das Gepäck packen und die Autos sauber machen. Die letzten drei Nächte werden wir dann in der Jugendherberge in The Rocks in Sydney verbringen. Ganz nah an Oper und Brücke.

Wir besuchen die Wale

Von Hervey Bay kommt man nicht nur gut nach Fraser Island, man kann auch wunderbar Wale schauen, denn die südlichen Buckelwale ziehen momentan die Küste herauf und machen oft in der Bucht zwischen Fraser Island und dem Festland Station.

Sonne, Wasser und dicke Jacken

Sonne, Wasser und dicke Jacken

Dick eingepackt geht es aufs Wasser, denn dort ist es kalt.

Wale zu fotografieren ist nicht so einfach. Wir bekommen im Laufe der mehrstündigen Tour mehrfach Wale zu sehen. Erst zwei, dann jeweils zweimal drei. Sie kommen teilweise erstaunlich nahe an das Boot heran.

Wieder mal zu spät: der Wal ist weg

Wieder mal zu spät: der Wal ist weg

Nur mit den Fotos ist das schwierig: meist ist der Wal schon weg, wenn man abdrückt. Oder man sieht halt nur mal eine Flosse, oder so. Also, ich habe auf der Tour gut 500 Fotos geschossen, und – tatsächlich – eines ist wirklich gut. Hier kommt es:

Das beste Bild aus 500

Das beste Bild aus 500

Die Waltour hat allen viel Spaß gemacht, wir übernachten noch einmal in Hervey Bay, bis es wieder weiter geht.

Fraser Island

Aus dem Outback geht’s wieder zur Küste. In Yeppoon treffen wir wieder auf’s Meer. Auf dem Weg dorthin besuchen wir die Capricorn Caves, ein trockenes Höhlensystem im Sandstein.

In den Capricorn Caves

In den Capricorn Caves

Von Yeppoon geht es nach Süden bis Hervey Bay. Das ist für uns der ideale Ausgangspunkt um nach Fraser Island zu gelangen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Erde. Sie hat keine Straßen, ist aber mehr als zweimal so groß wie Hamburg. Fortbewegen kann man sich auf der Insel nur zu Fuß oder mit geländegängigen Fahrzeugen. Wir buchen uns folglich für eine geführte Tour mit dem Allradbus ein.

Der Oststrand der Insel dient als „Autobahn“. Man darf allerdings nur 80 km/h fahren. Besser nicht festfahren, sonst holt die nächste Flut das Auto. Abschreckende Bilder werden bei Bedarf gezeigt. Außerdem sollte man aufpassen, denn der Strand dient auch als Landebahn für Flugzeuge. Ganz schön was los hier.

Der Strand als Landebahn

Der Strand als Landebahn

Die Insel ist dicht bewaldet. Und ziemlich hoch, deutlich über 200 Meter. Im Inland gibt es viele Seen, deren Wasser extrem klar ist, da es durch den Sand gefiltert wird.

Lake McKenzie auf ca. 100 Meter Höhe mit kristallklarem Wasser

Lake McKenzie auf ca. 100 Meter Höhe mit kristallklarem Wasser

Auch die kleinen Flüsse der Insel sind so klar, dass die von weitem etwas milchig wirken.

Wandern im Eli Creek

Wandern im Eli Creek

Die Insel ist als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Die Natur ist üppig, es gibt eine relativ große Dingo-Population. Wir sehen zwar keinen Dingo, dafür aber einen Kingfisher, einen Eisvogel.

Kingfisher an der Central Station

Kingfisher an der Central Station

Nachdem wir den ganzen Tag über die Insel geschaukelt sind, geht es abends müde zurück nach Hervey Bay.

Charters Towers und ein bisschen Outback

Nachdem wir uns bisher nur an der Küste bewegt haben, will Elke’s Familie auch ein wenig vom Outback kennen lernen. Also fahren wir von Townsville nach Charters Towers. Nun ist das nicht gerade das Zentrum des Outback, denn es liegt nur gut 100 Kilometer landeinwärts. Andererseits hat diese schöne, alte Goldstadt schon eine andere Ausstrahlung als die Küstenstädte.

Goldsuche im Miners Cottage

Goldsuche im Miners Cottage

In Charters Towers besuchen wir das Miners Cottage. In der kleinen Ausstellung findet sich ein wahres Sammelsurium an alten Werkzeugen und sonstigen Gegenständen. Im kleinen Garten darf man auch mal die Goldwaschpfanne schwenken. Der Eigentümer des Cottage ist zugegen und versammelt uns sofort vor der deutschen Flagge, die vor dem Cottage weht.

Familienbild mit Flagge

Familienbild mit Flagge

Am nächsten Tag geht es zur Venus Gold Battery. Hier lassen wir uns erklären, wie aus dem Golderz das Gold extrahiert worden ist. Mit Dampfmaschine, Zerstampfern und viel Quecksilber. Die Arbeiter sind nach wenigen Jahren an den giftigen Dämpfen gestorben. Das war aber kein Problem, draußen standen genug um den Job zu übernehmen. Später ist man dann auf Zyanid umgestiegen, so ähnlich wird es heute noch gemacht. Auch nicht ungefährlich.

Gebäude in Charters Towers

Gebäude in Charters Towers

Von Charters Towers fahren wir nach Süden in Richtung Emerald. Jetzt kommen wir tatsächlich ein wenig durchs Outback. Von Emerald soll es dann wieder Richtung Küste gehen.

Magnetic Island

Von Mission Beach geht es weiter nach Süden bis nach Townsville. Hier richten wir uns auf dem Campingplatz ein, um dann am nächsten Tag einen Ausflug nach Magnetic Island zu starten.

Arthur Bay

Arthur Bay

Die Personenfähre braucht nur eine halbe Stunde und schon findet man sich auf einer schönen Insel mit vielen Buchten und Eukalyptuswald wieder.

Felsen am Strand

Felsen am Strand

Auch auf Magnetic Island kann man schnorcheln gehen, man sieht einige Korallen. Allerdings gibt es hier ebenfalls eine große Koalapopulation. So wandern wir also über die Insel auf der Suche nach Koalas. Als wir schon fast aufgegeben haben, finden wir doch noch einen.

Koala auf Magnetic Island

Koala auf Magnetic Island

Er hängt lässig auf einem kleinen Baum neben der Straße ab. Alle dürfen ein Foto mit ihm machen.

Anke und Erik und Koala

Anke und Erik und Koala

Etty Bay und Mission Beach

Von Daintree aus geht es nach Süden. Wir passieren Cairns und landen zunächst in Etty Bay. Diese kleine, schnuckelige Bucht liegt am Ende einer Sackgasse. Das Gebiet ist für seine Population von Helmkasuaren bekannt. Und in der Tat, bereits auf dem Weg dahin läuft uns der erste Vogel über den Weg.

Die schöne Bucht von Etty Bay

Die schöne Bucht von Etty Bay

Die große Überraschung kommt allerdings am nächsten Morgen. Füttern soll man die Vögel natürlich nicht. Aber dass sie uns einfach so beim Frühstück überfallen, damit haben wir nicht gerechnet. Heimtückischerweise kommt der behelmte Vogel auch noch von Hinten.

Helmkasuar stürmt das Frühstück

Helmkasuar stürmt das Frühstück

Der Rückzug erfolgt weitgehend ungeordnet. Trotzdem können wir außer uns auch noch das meiste vom Tisch retten. Lediglich ein paar Toastbrote bekommen wir nicht mehr zu greifen. Dann kommt allerdings bereits der erfahrene Camper vom Nachbarwagen und weiß den aufdringlichen Vogel zu verscheuchen.

Ein paar von uns schauen sich dann das Zuckermuseum an. Hier kann man sich anschauen, wie aus Zuckerrohr Zucker gemacht wird. Es wird eine Menge zur Ernte früher und zur Entwicklung der automatischen Erntemaschinen erzählt.

Das ist Zuckerrohr

Das ist Zuckerrohr

Danach fahren wir weiter nach Mission Beach. Auch hier soll es Helmkasuare geben. Wir sehen allerdings keine mehr. Statt dessen genießen wir den schönen Strand und wandern durch den Urwald.

Wanderung durch den Urwald bei MIssion Beach

Wanderung durch den Urwald bei Mission Beach

Green Island

Den letzten Tag unseres Aufenthaltes in Cairns fahren wir zur Green Island. Diese Insel liegt inmitten des Barrier Reefs, also des großen Korallenriffs vor der Nordostküste Australiens.

Während der Inselumrundung

Während der Inselumrundung

Die Insel heißt nicht Green Island weil sie so grün ist, sondern weil James Cook sie nach seinem Navigator benannt hat, der nunmal „Green“ hieß.

Am Bade- und Schnorchelstrand von Green Island

Am Bade- und Schnorchelstrand von Green Island

Wir leihen uns Schnorchelausrüstungen aus und entdecken auch gleich eine große Schildkröte im Wasser, die gemächlich das Seegras abfrisst. Die Fische sind bunt und reichlich.

Große Muschel

Große Muschel

Zum Abschluss unternehmen wir noch eine Fahrt mit dem Glassbodenboot, hier kann man sich das Riff nochmals aus dem Trockenen ansehen.

Blick aus dem Glassbodenboot

Blick aus dem Glassbodenboot

Die Zeit geht viel zu schnell vorbei und wir müssen wieder zurück aufs Festland fahren, wo die Regenwolken über der Stadt hängen. Wir hingegen hatten einen sonnigen Tag!

Kuranda

Unser erster Ausflug mit der gesamten Familie geht von Cairns nach Kuranda. Kuranda liegt unweit von Cairns in den Bergen auf ca. 320 Meter Hoehe. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dorthin zu gelangen, wir wählen den historischen Zug.

Kuranda Zug

Kuranda Zug

Seit 1891 verkehren die Züge auf der 37km langen Strecke.

Gruppenfoto vor der Abfahrt

Gruppenfoto vor der Abfahrt

Oben angekommen unternehmen wir zunächst einen Rundgang durch den Regenwald, der den kleinen Ort umgibt.

Fotostopp im Urwald

Fotostopp im Urwald

Danach geht es in den kleinen Zoo, wo wir uns Koalas, Süßwasserkrokodile, Schlangen und noch ein paar andere Tiere anschauen. Die Kängurus dürfen wir auch füttern und streicheln.

Kids 'n Kangas

Kids ’n Kangas

Kuranda ist für seine schönen Märkte bekannt. An denen kommen wir natürlich nicht vorbei. Und so werden schon erste Souvenirs für zuhause gekauft. Danach geht es nochmal in den Zoo zur Fütterung der Wombats.

Die Zeit ist schnell vergangen und wir müssen schon wieder zum Zug zurück. Als wir wieder zuhause ankommen, ist es bereits dunkel.

Rückblick: Atherton Tablelands

Bevor wir in Cairns auf die Familie stossen, sind wir noch ein paar Tage in den Atherton Tablelands, das Hochland landeinwärts von Cairns. Dort gibt es auch noch tropischen Regenwald. Wir haben sogar eine Unterkunft, die vollständig vom Regenwald umschlossen ist. Dort können wir verschiedene Vögel von der Terrasse aus beobachten, wie sie sich die hingelegten Apfelstückchen holen.

Das Apfelstück ist meins!

Das Apfelstück ist meins!

Zur Dämmerung wird von den Vermietern ein Baum mit Zucker bestrichen. Dann dauert es auch nicht lange, bis der erste Kurzkopfgleitbeutler kommt und nascht.

Kurzkopfgleitbeutler beim Naschen

Kurzkopfgleitbeutler beim Naschen

Kurzkopfgleitbeutler in voller Grösse

Kurzkopfgleitbeutler in voller Grösse

Am nächsten Tag fahren wir zur größten Teefabrik Australiens. Dabei geht es uns nicht um den Tee und die Verarbeitung des Tees, sondern um den schmalen Regenwaldstreifen, der die Auffahrt säumt. Hier gibt es nämlich Lumholtz-Baumkängurus!
Wir streifen also den Regenwald hoch und runter und schauen dabei immer schön nach oben, aber wir entdecken kein Tier. Dann zeigt uns die freundliche Teemitarbeiterin, wo wir hinschauen müssen. Es sind wirklich nur runde dunkle Flecken in den Baumgipfeln. Wenn man weiss, wo man hinschauen muss, ist es einfach. Nur ja nicht wieder wegschauen, dann muss man wieder von vorne suchen.

Hier schlummert ein Baumkänguru

Hier schlummert ein Baumkänguru

Doch dann haben wir Glück, weil das Lumholtz-Baumkängurus sich bewegt, die Beine etwas vertreten und pinkeln muss. Danach klettert es weiter hinunter und verharrt einen Moment. Es sucht sich einen neuen Weg nach oben und beginnt den Aufstieg.

Baumkänguru schaut umher

Baumkänguru schaut umher

Auf' n Sprung

Auf ’n Sprung

... und wieder in den Baumgipfel zum Schlafen

… und wieder in den Baumgipfel zum Schlafen