Schnelldurchlauf

Unsere Reiseberichterstattung hinkt nun schon weit über eine Woche hinter unserem tatsächlichen Aufenthaltsort hinterher. Daher jetzt ein Schnelldurchlauf 🙂

Unterwegs auf der Carretera Austral

Von Perito Moreno sind wir nach Norden gefahren an den Lago Buenos Aires. Eine alternative Route über den Paso Roballos mussten wir mangels Benzin verwerfen. Wir bleiben noch eine Nacht in Argentinien in Los Antiguos, dann geht es am nächsten Morgen über die Grenze nach Chile. Dort übernachten wir zwei Nächte in Chile Chico und lernen Gerd aus Köln kennen. Er ist Rentner und kommt jeden Winter (hier Sommer) nach Südamerika. Er gibt uns viele tolle Tipps, wir werden ihn die nächsten Tage noch öfter treffen. In Chile Chico waschen wir Wäsche und essen die schönen Kirschen, die es hier gibt.

Ort der Kirschen: Chile Chico

Weiter geht es nach Westen. Die Landschaft ändert sich, es wird grüner und bergiger. Hinter Puerto Guadal treffen wir auf die Carretera Austral, hier wenden wir uns nach Süden. Wir campen eine Nacht am Rio Baker. Am nächsten Tag fahren wir bei schönen Wetter in den Parque Nacional Patagonia. Der Park wurde vom Ehepaar Tompkins gegründet, eine schöne Geschichte, dazu gibt es auch Filme bei Arte und so…

Camping am Rio Baker

Nach einer Nacht im Park geht es weiter über Cochrane nach Tortel. Ein alter Fischerort an einer Bucht im Sumpf. Alle Häuser stehen auf Pfählen und es gibt keine Straßen. Statt dessen gibt es über 7km an Holzstegen. Auch hier übernachten wir einmal.

Unterwegs in Tortel

Jetzt geht es weiter nach Süden an das Ende der Carretera Austral. Hier liegt der Ort O’Higgins. Dazu muss ein See gequert werden. Ganz ungewöhnlich für Chile: die Fähre ist kostenlos. In der Warteschlange vor der Fähre treffen wir wieder auf Gerd. In O’Higgins handelt er einen guten Preis für zwei Cabañas (Hütten) aus – wir sind Nachbarn für drei Nächte. Eigentlich wollten Elke und ich hier eine Schiffstour auf dem See machen, die fällt aber aus, es ist zu windig. Also gehen wir mal wieder wandern. Man ist hier tatsächlich am Rande der Wildnis, die Straße gibt es erst seit den 90er-Jahren, der Ort wurde ‚künstlich‘ angelegt, es gab noch vor nicht allzu langer Zeit Grenzdispute mit Argentinien. Man wollte das Territorium besetzen.

Nalca am Straßenrand

Nach drei Nächten in O’Higgins geht es jetzt wieder nach Norden. Gerd bleibt noch eine Nacht länger, mal sehen, vielleicht treffen wir ihn ja wieder…

3 Gedanken zu „Schnelldurchlauf

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